Telekom hilft: Twitter-Fake sorgt für Wind in der Cloud

November 15, 2011 in Reputation Management, Social Media

Ein großes i statt einem l: Das unterscheidet die Twitter-Accounts von Telekom_hilft und Telekom_hiIft. Nun, das und eine nicht ganz deckungsgleiche Auffassung der Service-Qualität des “pinken Riesen”. Denn während sich der offizielle Twitter-Account der Telekom redlich darum bemüht, Kunden mit Schwierigkeiten möglichst zeitnah zu helfen, ist der Parodie eher daran gelegen, möglichst viel Verwirrung zu stiften – und lässt den Konzern nicht gut da stehen.

Read the rest of this entry →

Social Networking am Arbeitsplatz – Studien und Aussichten

November 10, 2009 in Marketing, Reputation Management, Social Networks

Die Diskussion, ob Social Media am Arbeitsplatz erlaubt werden sollte oder nicht, wird bei Social Media Marketern ebenso wie bei Online-Reputation Managern nach wie vor immer wieder aufgegriffen. Auch Klaus Eck greift in seinem Blog die Frage auf. Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat das Potential, diese Diskussion wieder anzuheizen. So hat die englische IT-Firma Morse eine Studie veröffentlicht, deren Ergebnisse besagt, dass Social Networking eine Woche Arbeit pro Jahr “kostet”, berichtet das Online-Portal DiePresse.com.

Wie die IT-Beraterfirma Morse bei einer Untersuchung von 1460 Personen feststellte, verbringen sie durchschnittlich 40 Minuten pro Tag auf den Plattformen. Dabei handelt es sich ausschließlich um private Tätigkeiten während der Arbeitszeit. Damit kosten sie Arbeitgebern eine volle Arbeitswoche pro Jahr.

Quelle: DiePresse.com

Diese Studie wird vielen Arbeitgebern den ausschlaggebenden Grund liefern, Social Networking auch in ihrem Unternehmen zu verbieten – und damit liegen sie auch im Trend, wie der Focus berichtet:

Bei rund der Hälfte der US-Unternehmen ist für die Angestellten während der Arbeitszeit ein Besuch in Internet-Netzwerken wie Facebook „gänzlich verboten“. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1400 Firmen mit mindestens 100 Mitarbeitern.

Quelle: Focus

Der falsche Weg

Leider wird hier ein falscher Weg eingeschlagen. Denn neueste Studien zeigen, dass auch große Unternehmen nicht ausreichend mit Sozialen Medien arbeiten. So weisen nur zwei von 30 im DAX vertretenen Unternehmen auf entsprechende Social Media-Aktivitäten hin – und ganze 33 Prozent sind noch garnicht im Web 2.0 aktiv.

Die Situation die dadurch entsteht, ist die denkbar schlechteste für ein Unternehmen: Einerseits ist man selbst nicht aktiv im Web 2.0 unterwegs – hat also keine Möglichkeit, die Meinungsbildung zu beeinflussen – andererseits untersagt man seinen Mitarbeitern, die Sozialen Medien während der Arbeitszeit zu nutzen. Und nimmt sich somit auch diese Möglichkeit, zu beeinflussen, was über das Unternehmen geschrieben wird. Denn die die Kommunikation selbst wird nicht unterbunden, schließlich steht außerhalb der Arbeitszeit jedem Angestellten frei, zu publizieren, was immer er möchte.

Aufklären und anleiten

Mehr Sinn macht es also, Mitarbeitern den Zugang zu Social Networks wie Facebook, Twitter etc nicht zu untersagen, sondern viel mehr durch Schulungen zu fördern. Wenn es klare Richtlinien gibt, wie ein Angestellte sich online zu verhalten haben, sorgt das zum einen für Sicherheit bei den Mitarbeitern – zum anderen und vor allem aber kann durch gezielte Förderung ein Verständnis für Social Media geschaffen werden.

Dabei ist es noch nicht einmal nötig, jeden Mitarbeiter zum Spezialisten für Online-Kommunikation zu machen. Eine klare Regelung, wie mit Sozialen Medien umzugehen ist, kann schon viel bewirken. Bei größeren Unternehmen empfiehlt sich natürlich immer ein Reputation Manager – sei es nun In-House oder extern.

Twitter-Verbot für Schauspieler

Oktober 19, 2009 in Social Networks

Dass Firmen den Zugang zu sozialen Netzwerken und Twitter einschränken oder ganz untersagen ist keine Neuigkeit. Ob dieses Vorgehen sinnvoll ist oder nicht, wurde bereits häufig diskutiert.

Neu ist, dass auch Schauspieler davon abgehalten werden, Twitter und andere Social Media Netzwerke zu nutzen. Wie der Telegraph heute morgen berichtete, beginnen die Studiobosse aus Hollywood damit, vertraglich fest zu legen, dass Schauspieler keine Informationen zu laufenden Projekten im Internet bekannt geben dürfen. Das betrifft sowohl Informationen zum Fortschritt des Projektes, als auch z.B. Geschichten vom Set, die nach Ansicht der Filmindustrie nicht nach außen gelangen dürfen.

“This is just the beginning,” a talent lawyer told the newspaper. “Hollywood has a long history of controlling what talent says in the media. This is just a new area of media that hasn’t been controlled yet.”

Quelle: Telegraph

(“Das ist erst der Anfang”, sagt ein Schauspieleranwalt der Zeitung. “Hollywood hat schon immer kontrolliert, was Schauspieler in Medien sagen. Dies ist lediglich eine neue Medienform, die bisher nicht kontrolliert wurde.”)

Besonders Twitter ist durch solche Regeln massiv bedroht. Denn je stärker Firmen und Branchen den Zugriff einschränken, desto mehr verliert der Service von seinem Glamour. Besonders Tweets von Prominenten haben den Service schließlich groß gemacht, allen voran natürlich Ashton Kutcher und seine Frau Demi Moore.

Fazit: Wenn sich die neue Regelung flächendeckend durchsetzt, bedeutet dies eine herbe Einbuße für Twitter. Außerdem ist bisher noch kein Widerstand gegen Einschränkungen bei Twitter & Co erkennbar – und die Einschränkungen werden immer üblicher. Ob das sinnvoll ist, ist einmal mehr fraglich. Schließlich ist jeder Tweet über einen Film gleichzeitig Werbung für diesen Film. Daher würden sich wahrscheinlich eher Richtlinien zum Umgang mit Twitter empfehlen – allein schon die Einschränkung, keine negativen Beiträge zu verfassen könnte viel bewirken.

Jobs bei Twitter

Oktober 5, 2009 in Bewerbung

In der Zeit wurde ein interessanter Beitrag veröffentlicht, der die Jobsuche via Twitter beleuchtet. Während Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nach wie vor mit Methoden aus dem 20. Jahrhundert suchen (Zeitungsannonce, lokale Stellenausschreibungen), die Felle schwimmen gehen, können Unternehmen, die sich im Web 2.0 präsentieren garnicht schnell genug mit dem technischen Fortschritt mithalen.

Natürlich ist die Ausschreibung an sich in Rahmen von Twitter nicht möglich, eine kurze Aufforderung sich zu bewerben und ein Link auf das Jobangebot allerdings sehr wohl. Und ein Großteil der deutschen Top-Unternehmen hat ohnehin einen Twitter-Account über den ein Teil der Untenehmenskommunkation läuft – und der direkt die richtigen Bewerber anspricht.

Während diese Form des Online-Recruitings in Deutschland noch sehr unbekannt ist, wird in den USA bereits häufig Twitter für Stellenausschreibungen genutzt, wie aus dem Artikel hervorgeht:

Bei einer Befragung auf der Internetseite www.jobvite.com gaben 95 Prozent der Firmen an, Online-Netzwerke für ihre Personalsuche zu nutzen, fast die Hälfte der Firmen suchte auch über Twitter nach einem geeigneten Kandidaten. 70 Prozent erklärten, dass ihre Suche erfolgreich war.

Quelle: Die Zeit

Kein Wunder, denn diese einfache Form der Ausschreibung ermöglicht es einer Firma, ohne zeit- und kostenaufwändigen Auswahlprozess nur Bewerber mit gewissen Kritierien zu erreichen: jung, kommunikativ, interneterfahren, offen.

Dass das Ganze auch andersherum funktioniert wird in dem Artikel ebenfalls dargestellt:

Die Geschichte von Sabrina Panknin wird gern erzählt, wenn es um eine in der Bloggerszene heiße Frage geht: Eignet sich der Microblogdienst Twitter für die Jobsuche? Können Firmen so ihren Nachwuchs rekrutieren? Sabrina Panknin suchte im Frühjahr eine Stelle im Bereich PR. Um möglichst viele Unternehmen mit ihrer Bewerbung zu erreichen, postete sie ihre Anzeige auch bei Twitter.

Gleichzeitig wurde sie “Follower” ihrer potenziellen Arbeitgeber. Als angemeldete Benutzerin konnte sie so die Nachrichten anderer Autoren abonnieren. Diese Nachrichten nennen sich Tweets, und sie sind so lang wie eine SMS – 140 Zeichen. Follower können die Tweets ihrer Autoren regelmäßig auf ihrer eigenen Twitter-Seite im Internet lesen.

Panknin hatte ihr Glück versucht und getwittert: “Suche Job im Bereich Kommunikation und PR”. Keine drei Monate vergingen, bis sie einen Vertrag unterschrieben hatte.

Quelle: Die Zeit

Allerdings wurde Panknin von einer Social Media-Firma eingestellt – in einer anderen Branche lägen die Chancen ungleich niedriger.

Fazit: Twitter als Arbeitsplatzbörse wird kommen – die Vorteile liegen auf der Hand und die Kosten sind niedrig. Die Firma erreicht direkt den Wunschkandidaten und zeigt sich offen und modern. Einige Branchen werden diesen Schritt sicherlich nicht (oder nur sehr spät) mitgehen, aber davon aus zu gehen, dass nur Online-Firmen oder Werbeagenturen den Service zum Online-Recruiting nutzen, wäre falsch. Ob es sich langfristig als Möglichkeit zur privaten Stellensuche etablieren kann, darf allerdings bezweifelt werden.

Zufriedenheit durch Twitter

Oktober 2, 2009 in Marketing

Wie man erfolgreich sein kann mit Twitter, hat Dell bereits eindrucksvoll gezeigt. Eine Analyse der Pennsylvania State University hat kürzlich gezeigt, dass 20 Prozent der Twitter-Beiträge markenbezogen sind. Nutzer erkundigen sich auf Twitter, was sie kaufen sollen, wo sie es kaufen und ob es Tipps gibt.

Twitter: Produktfragen

Twitter: Produktfragen

Firmen können die Beiträge einsehen, Feedback einholen oder sich an den Diskussionen beteiligen um Vorzüge der eigenen Produkte zu unterstreichen.

“People are using tweets to express their reaction, both positive and negative, as they engage with these products and services,” said Jansen. “Tweets are about as close as one can get to the customer point of purchase for products and services.”

Quelle: http://live.psu.edu/story/41067

Natürlich darf eine solche Beteiligung nicht überstürzt erfolgen – genau wie bei der Firmenhomepage muss darauf geachtet werden, was wie verbreitet wird, und ob es im Einklang mit der Corporate Identity steht. Dennoch ist Twitter ein Marketingtool das bisher noch nicht den Stellenwert hat, den es eigentlich haben sollte.