Facebook-Fotos zu fröhlich – Krankengeld gestrichen

November 22, 2009 in Reputation Management, Social Networks

Montréal — Einer wegen Depressionen krank geschriebenen Kanadierin ist das Krankengeld gestrichen worden, weil sie fröhliche Bilder von sich bei Facebook veröffentlicht hat. Mit Verweis auf die Fotos, die sie lachend am Strand, bei ihrer Geburtstagsfeier und bei einer Männer-Striptease-Show zeigen, habe die Versicherung ihr mitgeteilt, dass sie auch arbeiten gehen könne, sagte Nathalie Blanchard dem kanadischen Fernsehsender CBC.

Quelle: AFP

Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass jeder sich der Daten bewusst sein sollte, die auf Facebook oder generell in Sozialen Netzwerken veröffentlicht werden. Und noch wichtiger: Das Bewusstsein zu haben, dass diese Daten nahezu für jedermann
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Ein kurzer Blick auf MyOn-ID

November 2, 2009 in Allgemeines

Viele, die grade ihre Ausbildung oder ihr Studium abgeschlossen haben und nun auf Jobsuche sind, sind mit Sicherheit einmal auf das Angebot von MyOn-ID gestoßen. Die Betreiber der Internetseite versprechen ihren angemeldeten Benutzern ihre Identität im Internet “kontrollieren” zu können.  Doch funktioniert ein solcher Dienst wirklich?

Was ist MyOn-ID? In erster Linie dient die Seiter eher der Organisation seiner Daten im Internet. So kann man seine Lebensläufe hochladen, oder neuere in seinem Profil verschiedene Blogeinträge oder Youtube-Videos von sich verlinken. Man präsentiert quasi auf dieser Seite sich selbst.

Ist diese Seite erst einmal eingerichtet, so versucht MyOn-ID das erstellte Profil in Google so hoch wie möglich listen zu lassen. Die Seite soll also so optimiert sein, dass im besten Falle das Profil an erster Stelle steht, laut Betreiber.

An sich klingt das Prinzip sehr gut, jedoch sollte man einige Dinge nicht vergessen:
Auf wenn MyOn-ID Ihr Profil an erster Stelle listet, findet man trotzdem noch alle anderen Beiträge, Bilder, Fotos usw. über Sie im Internet. Es werden also keine unerwünschten Beiträge durch MyOn-ID versteckt oder gar gelöscht.
Jeder Personalentscheider würde sich nicht nur mit einem MyOn-ID Profil zufrieden geben, sondern tiefer gelistete Beiträge ebenso beachten und wahrscheinlich für sich selbst höher werten als ein “geschöntes” Profil.

Fazit: MyOn-ID richtet sich hauptsächlich an Berufsstarter und kann für den Berufsstart nützlich sein, sollte aber nicht überschätzt werden! Personalentscheider werden das Profil meist nur überfliegen und tiefer ins Internet schauen.

Online Reputation Management – Teil 2: Monitoring

September 13, 2009 in Reputation Management

Wie bei fast jedem Projekt ist auch beim Online Reputation Management der erste Schritt, sich einen Überblick über vorhandene Informationen zu schaffen. Das Stichwort hierzu ist Ego-Googlen. Der Begriff hat einen etwas negativen Beiklang, aber letztlich muss man ja irgendwie herausfinden, was Google (schon) weiß.

Dabei empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  1. Den eigenen Namen bei Google eingeben
  2. Ein großer Teil der Internetnutzer hat schonmal den eigenen Namen bei Google eingegeben. Aber oft genug werden dabei nur Ergebnisse beachtet, die tatsächlich den Ego-Googler betreffen. Diese Herangehensweise ist natürlich falsch. Wer nur einen Namen hat, wird sich alle Ergebnisse in den Top 10-30 von Google ansehen, denn es kann nicht unterschieden werden, ob es sich bei dem Treffer tatsächlich um die gesucht Person handelt oder nicht. Durch diese erste Recherche können beim Suchenden Assoziationen geweckt werden, die rein garnichts mit der Person zu tun haben, über die tatsächlich Informationen gesammelt werden sollen – einfach nur weil jemand anders denselben Namen hat.
    Sehen Sie sich die ersten 20-30 Ergebnisse der Google-Suche für Ihren Namen genau an und versuchen Sie möglichst unvoreingenommen zu beurteilen, welches Image sich dem Suchenden zeigt – ist es positiv, negativ oder unausgewogen?

  3. Die Suche verfeinern
  4. Insbesondere Menschen mit Allerweltsnamen haben natürlich bei einer Google-Suche nach dem eigenen Namen keine relevanten Ergebnisse zu erwarten. Das ist insofern positiv, als das niemand auf die Idee kommen wird, diesen Namen ohne weitere Informationen zu googlen. Wenn allerdings ein paar mehr Details bekannt sind – z.B. Wohnort, Geburtsort, letzte Schule, Geburtstag, Beruf etc kann man die Suche deutlich verfeinern.
    Führen Sie eine Suche mit erweiterten Parametern durch. Versuchen Sie sich selbst so gut zu suchen wie möglich. Sehen Sie sich die Ergebnisse genau an, lesen Sie sich durch, was über Sie oder von Ihnen im Internet veröffentlicht wurde. Versuchen Sie noch einmal, sich ein möglichst unvoreingenommes Bild zu machen.

  5. Alerts einstellen
  6. Hiermit kommen wir zum eigentlichen Monitoring. Denn Google erfasst ständig neue Webseiten, Nachrichten und Blogeinträge. Diese zu überwachen (monitoring) ist für Unternehmen wie für Privatpersonen gleichermaßen wichtig. Glücklicherweise gibt es dafür einige kostenfreie Angebote, eines der besten kommt direkt aus dem Hause Google selbst: Die Google Alerts. Hier lassen sich für bestimmte Keywords “Alarme” einstellen, die automatisch per E-Mail benachrichtigen, wenn es neue Ergebnisse gibt.
    Verwenden Sie ein wenig Zeit darauf, sich eine passende Google-Alert Keywordliste zu erstellen. Grundsätzlich ist es eine gute Idee, für den eigenen Namen (in Anführungszeichen) eine Alert einzurichten. Sie können aber auch Alerts genauer definieren, indem Sie Ihren Namen mit Keywords kombieren – z.B. “Peter Müller” + Foto oder “Peter Müller” + Wohnort (um nicht relevante Ergebnisse direkt zu filtern). In den meisten Fällen reicht es, sich die Alerts einmal pro Woche zukommen zu lassen.

Auf diese Art kann man sich einen Überblick verschaffen, was man selbst im Internet geschrieben hat, was über einen geschrieben wurde und was geschrieben wird.

Die zwei häufigsten Ergebnisse einer solchen Recherche sind:

  1. Das Bild im Internet ist unvollständig, nach der eigenen Einschätzung wichtige – und positive – Informationen wechseln sich mit völlig belanglosen Informationen ab. Privates und berufliches ist vermischt.
  2. Das Bild im Internet ist negativ.

Das Problem in beiden Fällen: Das Internet zeigt nur einen Ausschnitt – eben das, was Google ohne Probleme finden konnte. Da sich dieser Ausschnitt zufällig zusammen setzt, verzerrt er das Bild – und es entsteht ein falscher Eindruck.

Um dieses Bild zu korrigieren können einige, z.T. sehr einfache Maßnahmen ergriffen werden. Auf den folgenden Seiten, erkärt online-ich.de welche Maßnahmen für eine bessere Online Reputation eingesetzt werden können.