Affenstarkes Social Media Marketing

Dezember 5, 2009 in Marketing, Social Web

Nonja hat eine eigene Facebook-Seite

Nonja hat eine eigene Facebook-Seite

Ein fotografierender Affe auf Facebook? Wenn das keine Neuigkeit ist, die in Zeitung kommt, was dann? Das dachten sich wohl auch die Marketingleute von Samsung und haben kurzerhand Nonja, eine Orang-Utan-Lady aus dem Schönbrunner Zoo mit einer Kamera ausgestattet und auf Foto-Jagd gehen lassen.

Read the rest of this entry →

Social Media für Banken

November 12, 2009 in Marketing, Social Networks

Was bringt mir Social Media Marketing? Ich habe doch eine Homepage. Viele Entscheidern stellen sich diese Frage, bevor zu Investitionen im Bereich SMM kommt. Denn auch wenn Dell & Co mit leuchtendem Beispiel vorangehen, und zeigen, dass Social Media Marketing sich lohnen kann, stößt das Engagement im sozialen Web in vielen Firmen auf Widerstand. Verständlicherweise, denn dieser Bereich ist längst noch nicht so etabliert wie er es sein sollte.

Daher ist es immer schön, wenn Studien zur Hand sind, die die Vorteile von Social Media Marketing belegen. So zum Beispiel diese Studie über den Zusammenhang von Social Media und Kundengewinnung bei Banken:

Bereits einer von fünf US-Jugendlichen aus der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren lassen sich bei der Wahl ihrer Bank von Online-Medien, wie sozialen Netzwerken, Blogs aber auch Videos beeinflussen. So gaben bei einer Ad-ology Research Studie 30 Prozent der Befragten an, dass sie bei der Auswahl positive und negative Kommentare anderer Nutzer in sozialen Medien bezüglich der Banken in ihre Entscheidungen mit einbezogen hätten. Aus der Studie wird ebenfalls ersichtlich, dass die Beeinflussbarkeit im Internet vor allem bei jüngeren Nutzern sehr hoch ist.

Quelle: eCin Magazin

Eine Bank, die sich diesen Trend zum “Sozialen Banking” offensichtlich zu Herzen genommen hat, ist die NOA Bank. Mit Facebook-Profil, Twitter-Account und YouTube-Channel ist die Bank sehr aktiv im Social Web, wie Mirko Lange im talkabout-Blog darstellt.

Noa Bank auf YouTube

Noa Bank auf YouTube

Und damit liegt die NOA Bank ganz im Trend der Branche. Wie eine Studie von Steria Mummert Consulting zeigt, haben zwei von drei Kreditinstituten vor, innerhalb der nächsten drei Jahre in Social Media zu investieren.

Rund zwei von drei Kreditinstituten investieren in den nächsten drei Jahren in die Kundenkommunikation über soziale Internetnetzwerke. Kunden könnten in Zukunft beispielsweise auf Community-Portalen wie Facebook Zugriff zu ihrem persönlichen Konto- und Finanzmanagement erhalten. Die Institute zeigen sich damit zunehmend dort, wo sich ihre Kunden immer häufiger aufhalten. Web-2.0-basierte Konzepte, bei denen die Kunden Produkte und Konditionen mit gestalten können, rücken ebenfalls in den Fokus. Das sind Ergebnisse der Studie „Branchenkompass 2009 Kreditinstitute“ von Steria Mummert Consulting, die in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut durchgeführt wurde.

Quelle: Steria Mummert

Fazit: Der Social Media Markt wird durch einen weiteren Sektor erschlossen – weitere werden folgen. Wichtig ist hierbei allerdings, auch in diesem Feld Kampagnen genauso professionell anzugehen wie man es bei den klassischen Medien ebenfalls tut.

Ein kurzer Blick auf MyOn-ID

November 2, 2009 in Allgemeines

Viele, die grade ihre Ausbildung oder ihr Studium abgeschlossen haben und nun auf Jobsuche sind, sind mit Sicherheit einmal auf das Angebot von MyOn-ID gestoßen. Die Betreiber der Internetseite versprechen ihren angemeldeten Benutzern ihre Identität im Internet “kontrollieren” zu können.  Doch funktioniert ein solcher Dienst wirklich?

Was ist MyOn-ID? In erster Linie dient die Seiter eher der Organisation seiner Daten im Internet. So kann man seine Lebensläufe hochladen, oder neuere in seinem Profil verschiedene Blogeinträge oder Youtube-Videos von sich verlinken. Man präsentiert quasi auf dieser Seite sich selbst.

Ist diese Seite erst einmal eingerichtet, so versucht MyOn-ID das erstellte Profil in Google so hoch wie möglich listen zu lassen. Die Seite soll also so optimiert sein, dass im besten Falle das Profil an erster Stelle steht, laut Betreiber.

An sich klingt das Prinzip sehr gut, jedoch sollte man einige Dinge nicht vergessen:
Auf wenn MyOn-ID Ihr Profil an erster Stelle listet, findet man trotzdem noch alle anderen Beiträge, Bilder, Fotos usw. über Sie im Internet. Es werden also keine unerwünschten Beiträge durch MyOn-ID versteckt oder gar gelöscht.
Jeder Personalentscheider würde sich nicht nur mit einem MyOn-ID Profil zufrieden geben, sondern tiefer gelistete Beiträge ebenso beachten und wahrscheinlich für sich selbst höher werten als ein “geschöntes” Profil.

Fazit: MyOn-ID richtet sich hauptsächlich an Berufsstarter und kann für den Berufsstart nützlich sein, sollte aber nicht überschätzt werden! Personalentscheider werden das Profil meist nur überfliegen und tiefer ins Internet schauen.

Schleichwerbung verboten

Oktober 13, 2009 in Marketing, Neuerungen

Wie das Handelsblatt am Mittwoch berichtete, sind in den USA die Gesetze zur Schleichwerbung im Internet verschärft werden.

NEW YORK. Die US-Regierung macht Front gegen Schleichwerbung im Internet. Die für Verbraucherschutz zuständige Federal Trade Commission (FTC) hat neue Regeln erlassen, die versteckte Werbung in Blogs, auf Twitter und in Sozialen Netzwerken wie Facebook transparenter machen soll. Internetnutzer müssen künftig angeben, wenn sie Produkte oder Dienstleistungen empfehlen und dafür eine Gegenleistung bekommen. Wer gegen die Vorschrift verstößt, kann mit einer Geldstrafe von bis zu 11 000 Dollar pro Fall belegt werden.

Interessant an dieser Regelung ist die konkrete Ausrichtung auf Blogs und ähnliches. Dies zeigt deutlich, wie stark der Einfluss von Produktempfehlungen auf Social Sites in den USA bereits jetzt ist.

Im Interesse der Nutzer ist eine solche Regelung sicherlich. Ob sie allerdings Erfolge bringen wird, darf stark bezweifelt werden. Ob ein Blogger für einen bestimmten Beitrag entlohnt wird, ist nicht ganz einfach heraus zu finden.

Eine Strafzahlung von 11’000 US Dollar ist allerdings für den größten Teil der Blogging-Szene eine herbe Einbuße. Doch auch hier stößt das Gesetz an natürliche Grenzen, wie auch der Beitrag des Handelsblatt nahe legt: “Hart durchgreifen kann die Handelsbehörde im Kampf gegen versteckte Werbung in Blogs allerdings nicht. Sie setzt bei Verstößen eher auf Warnungen, statt die Sünder zur Kasse zu bitten.”.

Der Grund dafür liegt sicherlich unter anderem in den eben erwähnten Schwierigkeiten der Beweisführung. Bis auf einige Größen im Blogging-Geschäft müssen sich wohl auch die meisten nicht vor Verfahren fürchten, eine Behörde mit der Personalstärke, mehrere Millionen Blogs effizient kontrollieren kann, müsste noch erfunden werden. Daher setzt die Handelsbehörde auch auf Anzeigen. Dass dabei persönliche oder geschäftliche Interessen zur Geltung kommen, liegt auf der Hand.

Dennoch zeigt das Gesetz deutlich, dass das Internet bei weitem nicht mehr der rechtsfreie Raum ist, den es noch vor einigen Jahren dargestellt hat. Und auch wenn der ein oder andere Social Media Marketer bei der Nachricht über das neue Gesetz mit den Zähnen geknirscht hat: Eine stärkere Regulierung im Internet wird langfristig zur Zunahme von Investitionen führen und damit auch den Marketingbereich verstärken.

Fazit: Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit reiht sich das neue Gesetz in eine lange Reihe von Vorschriften ein, die niemals auch nur annähernd überprüft werden können.

Reputation Management bringt bares Geld

Oktober 6, 2009 in Reputation Management

Im Rahmen einer Tippliste zur Verbesserung der Online-Reputation wurde auf Textberater.com auf eine schon etwas ältere Studie der London School of Economics verwiesen. Auch wenn die Studie von 2005 ist – die Inhalte sind nach wie vor aktuell.

Vor allem die Faustformel “Zwei zu eins” ist interessant und sollte eigentlich jedem Reputationsberater bekannt sein: Zwei Prozent weniger negative Mundpropaganda (oder besser: Foreneinträge, Blogs usw.) erzeugen ein Prozent Umsatzwachstum.

A 1% reduction in negative word of mouth would lead to £24.84m additional revenues; every 2%
reduction in negative word of mouth correlated to just under 1% growth (a 1% reduction = .414%
more growth).

Doch die Studie bietet noch einige weitere interessante Einsichten zu der Ökonomie von Reputation Management – daher an dieser Stelle der Link zum Originaldokument.

Zufriedenheit durch Twitter

Oktober 2, 2009 in Marketing

Wie man erfolgreich sein kann mit Twitter, hat Dell bereits eindrucksvoll gezeigt. Eine Analyse der Pennsylvania State University hat kürzlich gezeigt, dass 20 Prozent der Twitter-Beiträge markenbezogen sind. Nutzer erkundigen sich auf Twitter, was sie kaufen sollen, wo sie es kaufen und ob es Tipps gibt.

Twitter: Produktfragen

Twitter: Produktfragen

Firmen können die Beiträge einsehen, Feedback einholen oder sich an den Diskussionen beteiligen um Vorzüge der eigenen Produkte zu unterstreichen.

“People are using tweets to express their reaction, both positive and negative, as they engage with these products and services,” said Jansen. “Tweets are about as close as one can get to the customer point of purchase for products and services.”

Quelle: http://live.psu.edu/story/41067

Natürlich darf eine solche Beteiligung nicht überstürzt erfolgen – genau wie bei der Firmenhomepage muss darauf geachtet werden, was wie verbreitet wird, und ob es im Einklang mit der Corporate Identity steht. Dennoch ist Twitter ein Marketingtool das bisher noch nicht den Stellenwert hat, den es eigentlich haben sollte.