Webwochenschau #46

November 14, 2011 in Webwochenschau

Woche für Woche schicke ich nun schon an interessierte Kollegen und Bekannte aus aller Welt meine Webwochenschau, d.h. spannende Links aus der letzten Woche herum. Nun sollen auch Sie davon profitieren. Aber Achtung – vieles ist für Tech-Geeks!
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Analyse: Google Buzz

Februar 10, 2010 in Neuerungen, Social Networks, Social Web

Google Buzz
“What’s the buzz?”, zu deutsch etwa “Was läuft gerade?” – diese Frage war wahrscheinlich der Name für Googles neuen Service Google Buzz. Und im Moment läuft vor allem eins: Google Buzz selbst. Auf Twitter, in Blogs, Technik-Seiten und auch bei der FAZ: Google Buzz ist ein Topthema. Kein Wunder, denn mit Buzz hat Google beschlossen, Facebook Konkurrenz zu machen. Und das auch noch bis gestern Abend geheim gehalten. Online-Ich zeigt, wie Google die Nachricht auf alle Kanäle brachte – und die Aussichten von Google Buzz.
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Google ohne Zensur in China

Januar 14, 2010 in Datenschutz, Reputation Management

Google: Keine Zensur mehr in China

Google: Keine Zensur mehr in China


Die Nachricht kam in der Tagesschau gleich nach dem Bericht zum verheerenden Erdbeben in Haiti: Google bricht mit der bisherigen Politik und verkündet, in China keine Zensur mehr zu dulden. Ein Paukenschlag, der längst überfällig gewesen ist. Denn Google muss die angeschlagene Reputation retten und sich aus dem Sog der negativen Berichterstattung befreien.

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Google und Facebook wagen mehr Offenheit

November 6, 2009 in Neuerungen

Innerhalb von zwei Tagen haben sich sowohl Google als auch Facebook dazu entschieden, etwas mehr Offenheit mit den Daten ihrer Nutzer zu wagen.

So launchte Google gestern das sog. Google Dashboard, in dem übersichtlich dargestellt wird, welche Daten über den Nutzer bei Google vorhanden sind.
In Google-üblicher Manier wird das neue Feature in einem kindgerechten Video präsentiert:

Während das Medienecho zu dieser Aktion gewaltig war (so titelte z.B. die Welt Kompakt heute direkt auf der ersten Seite “Google verrät, was es über seine Kunden weiß”), ist die Beurteilung des Services an sich eher zwei geteilt. Während sich der eine freut, einmal zu sehen, was Google über ihn weiß, ist der andere davon überzeugt, dass bei weitem nicht alle Daten freigegeben wurden. Und wenn man sich das Dashboard einmal näher ansieht, ist das auch durchaus korrekt – der neue Service bietet zwar eine hübsch gemachte Übersicht zu einigen Nutzerdaten, aber von einem vollständigen Bild, was Google über den Nutzer weiß, ist er weit entfernt.

Dennoch: Google zeigt mit diesem Schritt, dass es bereit ist, auf Datenschutzbedenken einzugehen. Und beweist damit einmal mehr, dass es ein Meister der Kommunikation ist. Denn auch wenn dem Dashboard einige Funktionen fehlen ist das Echo in der Gesamtheit positiv. Hier zeigt sich, dass Google (im Gegensatz zu einigen anderen Unternehmen) durchaus in der Lage ist, Kritik anzunehmen – und in angemessener Zeit und mit den richtigen Schritten darauf zu reagieren.

Facebook stellt Regeln zur Diskussion

Auch Facebook übt sich in Sachen Transparenz beim Nutzer: So haben die User des größten Online-Netzwerks weltweit die Möglichkeit, die neuen Richtlinien von Facebook zu kommentieren – eine Berücksichtigung der Wünsche und Vorschläge wird versprochen.

Eigentlich ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Doch die Resonanz ist bisher nach Medienberichten eher verhalten. Auf dem Weg zum Meister Google hat Facebook anscheinend noch ein paar Lektionen zu lernen. Aber man braucht kaum daran zu zweifeln, dass es genau das tun wird.

Fazit: Sowohl Google als auch Facebook zeigen, dass Sie Kritik ernstnehmen. Damit verdeutlichen sie, dass nur eine ausgewogene Kommunikation und entsprechende Maßnahmen nachhaltig dafür sorgen können, den Nutzer zu halten. Ein Signal, das einigen Unternehmen zu denken geben sollte.

Google Sidewiki

Oktober 12, 2009 in Neuerungen, Reputation Management

Auch wenn Google in den letzten Wochen und Monaten wohl eher mit Tools wie Wave oder auch Voice von sich reden gemacht hat, ist das Google Sidewiki für Online Reputation Management sicherlich eine deutlich wichtigere Neuerung (auch wenn bei Wave abzuwarten bleibt, was die Zukunft bringt).

Google Sidewiki ist eine Erweiterung der Toolbar von Google, das langfristig den Nutzern die Möglichkeit geben soll, sich user-generierte Informationen zu der Seite, auf der sie sich gerade befinden, anzeigen zu lassen.

Schematisch sieht das dann so aus:

Google Sidewiki

Google Sidewiki

Besonders interessant an dem Tool: Ob man auf seiner Seite Nutzerkommentare erlaubt oder nicht spielt plötzlich überhaupt keine Rolle mehr. Denn das Google Sidewiki funktioniert ganz unabhängig davon. Um ein Beispiel zu nennen: Würde ein Nutzer über das Sidewiki einen Beitrag über die Bild-Seite schreiben, ganz gleich welchen Inhalts, würde dieser Beitrag für jeden der das Sidewiki ebenfalls installiert hat direkt auf bild.de erscheinen. Eine weitere Recherche zu einer Seite oder einem Anbieter würde überflüßig.

Abgesehen davon hat der Webseitenbetreiber nicht den geringsten Einfluss darauf, was über seine Seite geschrieben wird. Weder können unpassende noch hetzerische oder irgendeine andere Art unangebrachter Kommentare gelöscht werden. Natürlich kann man sich an Google wenden – doch deren Mühlen mahlen langsam.

Es könnte sogar sein, dass jemand über Sidewiki Werbung für einen Konkurrenten macht (im Beispiel gegebenfalls für die Seite der FAZ) ohne eine Möglichkeit der Einflussnahme.

Das wirklich beachtliche ist allerdings, dass das Sidewiki Social Media Marketing auf die entsprechende Seite bringt – ob das gewünscht wird oder nicht. Denn kein Nutzer muss mehr nach Informationen zu dem Unternehmen oder der Dienstleistung suchen, die er sich gerade anzeigen lässt – sie befinden sich ja direkt an der Seite.

In der Online Reputation Gemeinde wird daher Sidewiki natürlich einige Beachtung geschenkt – allerdings geht man davon aus, dass das Tool im Moment noch keine allzu große Beachtung verdient. Der Grund ist recht einfach und kann daher in einem Satz zusammengefasst werden: Die Google Toolbar hat keine allzu hohe Verbreitung, und dementsprechend wird auch das Sidewiki nur von einigen wenigen genutzt werden.

Diese Argumentation ist sicherlich nicht falsch – aber auch etwas kurzsichtig. Denn Google hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es seine Angebote an den Mann zu bringen versteht. Und wenn das nicht auf Anhieb klappt, kann es durchaus vorkommen, dass es sich einen Kooperationspartner sucht (oder direkt einkauft, wie bei YouTube).

Fazit: Das Google Sidewiki ist im Moment tatsächlich noch keine Entwicklung, die den Social Media Marketing Markt umkrempeln wird. “Im Moment” sollte dabei allerdings doppelt unterstrichen werden. Bewertungen werden im Internet von Tag zu Tag wichtiger – und Sidewiki stellt einen neuen und intelligenten Ansatz dar, der durchaus das Potential hat von der Gemeinde angenommen zu werden.

Update:
Was das Google Sidewiki ermöglicht, lässt sich im Moment schön an der Jack Wolfskin-Debatte erkennen:

Google Sidewiki - Jack Wolfskin

Google Sidewiki - Jack Wolfskin