EntityCube: Personensuche von Microsoft

Dezember 10, 2009 in Neuerungen, Personensuche

Mit EntityCube veröffentlicht Microsoft nun auch eine Personensuchmaschine – und folgt damit einmal mehr dem Beispiel von Google, das bereits vor einigen Wochen mit Social Search einen angepassten Suchdienst für die Personensuche veröffentlichte. Wie sieht also das Microsoft-Modell aus?

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Lebenslauf bald überflüssig?

November 30, 2009 in Bewerbung, Personensuche

Mit einer gewagten Behauptung lehnt sich die Personensuchmaschine Yasni in ihrem Blog weit aus dem Fenster. In einem Beitrag vom 25. November wird dort angekündigt, das Ende des Lebenslaufes sei gekommen. Zwar noch nicht sofort, aber innerhalb einer Frist von zehn Jahren.

Wir glauben daher, dass den Lebenslauf bald dasselbe Schicksal wie die schriftliche Bewerbung ereilen wird. Denn mit Web-Informationen über die eigene Person halten die meisten Menschen nicht gerade hinterm Berg. „Wer eine Person im Internet sucht, findet bereits jetzt mehr als ein Kandidat in eine Bewerbungsmappe packen kann. Und das wird sich in Zukunft noch verstärken“, erklärt Steffen Rühl [Geschäftsführer Yasni.de].

Quelle: Yasni Blog

Natürlich wäre eine solche Entwicklung gerade für Yasni wünschenswert. Aber ist wirklich etwas dran an dieser Prognose?
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“Social Search” – Google startet angepassten Suchdienst für Social Networks

Oktober 27, 2009 in Allgemeines, Personensuche, Social Networks

Ab heute ist der seit letzter Woche angekündigte neue Suchdienst von Google über die Google Labs verfügbar. Dieser soll dem Benutzer neben der üblichen Informationen auch Kommentare und Bewertungen von Freunden (und sogar von den Freunden der Freunde) anzeigen. Zu dem bisherigen Angebot gehören schon einige große soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder FriendFeed.

Zur Zeit steht einem das volle Ausmaß der Social Search erst zur Verfügung, wenn man einen Google Account besitzt. Ein Video zeigt recht anschaulich, was der neue Dienst bewirken soll.

Derzeit ist der neue Dienst eher uninteressant für deutsche Benutzer. Allerdings kann sich das bei Googles Arbeitstempo recht schnell ändern.

Personensuche mit Flickr

Oktober 23, 2009 in Personensuche

Gestern teilte Flickr im Unternehmensblog mit, dass es eine neue Funktion geben wird: Personenmarkierungen. Unter dem Titel “Flickr! It’s made of people!” wurde eine Funktion vorgestellt, die in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ längst gang und gäbe ist – die Möglichkeit, Personen in Bilder zu markieren und zu verlinken.

Auch wenn es bereits früher möglich gewesen ist, Flickr-Fotos zu taggen, war dieses Feature noch nicht auf Personen ausgelegt. Man konnte zwar sagen, wer alles auf einem Foto zu sehen ist – aber nicht welcher Name zu welchem Gesicht gehört. Das hat sich jetzt geändert.

Personensuche auf Flickr

Personensuche auf Flickr

Genau wie bei Facebook & Co wird es allerdings auch bei Flickr möglich sein, einzuschränken, wer einen verlinken darf – und ob überhaupt.

Fazit: Eines der größten Foto-Portale weltweit bietet nun die Möglichkeit, über Namens-Tags nach Personen zu suchen. Achtsamkeit ist angebracht, wenn man nicht auf unangenehmen Fotos verlinkt werden möchte.

Wie Yasni ganz nach oben kommt

Oktober 20, 2009 in Personensuche

Heute hat die Süddeutsche Zeitung einen interessanten Beitrag veröffentlicht, in dem das Prinzip Yasni etwas näher erläutert wird. In dem Artikel wird auf sachlicher Ebene dargestellt, wie Yasni es schafft, bei einer Namenseingabe bei Google nahezu immer unter den ersten Ergebnissen zu sein.

Um eine Kernaussage des Artikels kurz hervorzuheben:

Wer Frau S. im Netz mit der populärsten Suchmaschine sucht, dem zeigt Google als wichtigsten Treffer sogar eine Internetadresse an, in der der Name von FrauS. enthalten ist. Diese Internetadresse gehört zu dem Internetangebot yasni.de und ist nach folgendem Muster aufgebaut: www.yasni.de/person/nachname/vorname/vorname-nachname.htm

“Indem Webseiten wie yasni.de den Namen von Privatpersonen in ihre Internetadressen aufnehmen, werden diese Seiten sehr leicht gefunden, wenn jemand bei Google nach dem entsprechenden Namen sucht”, sagt Gerrit van Aaken, ein bekannter Webseiten-Programmierer und Blogger. Er sieht diese Technik negativ: “Da steht der Name von Leuten im Netz, die ihn nie reingeschrieben haben. Das riecht nach Datenkrake.”

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Natürlich ist dieses Vorgehen keine Neuheit auf dem Gebiet der Suchmaschinenoptimierung – ganz im Gegenteil, Suchwörter oder Suchwortkombinationen in den Domain-Namen aufzunehmen ist ein beliebtes und bewährtes SEO-Vorgehen. Ansonsten würde ein Domainversteigerer wie SEDO nicht funktionieren. Im Beitrag der Süddeutschen wird auch nicht erwähnt, dass Yasni mit einigen anderen SEO-Techniken arbeitet, um sich bei Google weit oben zu positionieren.

Das Recht am Namen

Wirklich interessant wird der Artikel dann auch erst im zweiten Teil:

Etwas einfacher beschreibt Gerrit van Aaken das Geschäftskonzept der Firma: “Yasni verdient Geld mit den Namen unbeteiligter Menschen”, sagt der Internetexperte. “Hier wird vom Namensrecht des Einzelnen Gebrauch gemacht”, kritisiert auch Rechtsanwalt Udo Vetter, der als bloggender Jurist mit dem Netz vertraut ist.

Natürlich ist dieser Gedanke nicht neu – wer im Internet personenbezogene Daten löschen möchte, sollte immer auch auf das Recht am Namen pochen. Doch es ergibt sich – zumindest theoretisch – auch noch eine weitere Konsequenz, die im Artikel garnicht aufgezeigt wird. Denn Yasni baut sein Geschäft tatsächlich nicht unerheblich darauf auf, vom Namensrecht Unbeteiligter Gebrauch zu machen. Denkbar wäre es also, dass ein Betroffener eine finanzielle Entschädigung verlangt. Ein solcher Fall wäre zumindest – ganz gleich ob die Aussicht auf Erfolg besteht oder nicht – eine sehr interessante Konstellation.

Im weiteren Verlauf des Artikels fordert der Autor eine Abwertung von Personensuchmaschinen bei den Google Ergebnissen, schlägt aber gleichzeit vor “Google aber könnte seinen Nutzern anstelle der Links zu Yasni und ähnlichen Seiten Treffer präsentieren, die wirklich weiterhelfen.” Die Aussage ist berechtigt – und steht eigentlich für die Frage “Wann steigt Google in die Personensuche ein?”. Langfristig ist die Personensuche schließlich ein Markt, den Google sich nicht verschließen sollte.

Fazit: Der Artikel in der Süddeutschen Zeitung ist sehr lesenswert und wirft einige wichtige Fragen auf.

Update: Heute ist ein Artikel bei Heise Online erschienen, in dem die Ankündigung von Google aufgegriffen wurde, bald einen sozialen Suchservice anzubieten.

Interview mit Klaus Eck

Oktober 15, 2009 in Personensuche, Reputation Management

Am 12. Oktober wurde auf derstandard.at ein Interview mit dem bekannten Online Reputation Spezialisten Klaus Eck veröffentlicht. Der PR Blogger gibt im Interview Tipps zum Umgang mit Sozialen Netzwerken.

Selbstverständlich hat die Art und Weise wie wir uns online präsentieren einen Einfluss auf unser Berufsleben. Jeder dritte Personalverantwortliche googelt inzwischen relevante Bewerber. Der erste Eindruck, den Bewerber online hinterlassen, entscheidet heute mit über die Karriere des Einzelnen. Wer mit einer Schimpftirade über seinen alten Arbeitgeber oder auf Hunderten von Partyfotos im Vollrausch gefunden wird, schneidet natürlich schlechter ab, als derjenige, der mit fachlich interessanten Blogartikeln und gut gepflegten Onlineprofilen auffällt. Durch eine gezielte Pflege der eigenen Online-Reputation stützt man seine Karriere.

Auf Privates verzichten?

Interessant ist die auch in der Überschrift zum Interview formulierte These, auf Privates solle weitgehend verzichtet werden.

Wer dann auch noch positiv aus der Masse herausragen will, der sollte selbst dazu übergehen, gute und interessante Inhalte zu erstellen, also zum Beispiel ein Blog, Twitter-Account oder einen Youtube-Videokanal zum eigenen Fachgebiet gründen. Wichtig ist allerdings bei alledem, nicht zu dick und zu selbstreferentiell aufzutragen. Mit heißer Luft überzeugen Sie niemanden. Stattdessen kommt es auf Ihre Softskills genauso an wie auch auf Ihre persönliche Kompetenzen. Auf wirklich Privates sollte man beim Online Reputation Management weitgehend verzichten.

An dieser Stelle sollte Widerspruch laut werden. Denn das Gegenteil ist der Fall. Selbstverständlich – und in jedem Fall – haben Partyfotos im Internet nichts zu suchen. Dennoch ist ein gewisses Maß an privaten Inhalten nach Sicht von Online-Ich positiv zu bewerten. Zwar ist es richtig, dass ein googlender Geschäftspartner immer in erster Linie nach beruflichen Qualifikationen sucht – doch auch private Inhalte sind von Interesse. Einerseits bei Menschen, die nur telefonisch miteinander zu tun haben, und den anderen etwas besser kennen lernen möchten. Aber auch beim ersten Research für einen neuen Geschäftspartner. Private Inhalte verleihen einer Online Reputation Glaubwürdigkeit – sie machen die gesuchte Person greifbar.

Privates gezielt nutzen!

Der Trick liegt darin, sich privat ebenso geplant und gezielt zu präsentieren, wie man es beruflich tut. Ein Familienmensch sollte sich als ebendieser präsentieren und Fotos vom letzten Familienurlaub zeigen, auf denen er mit seinen Kindern spielt. Ein begeisterter Radfahrer sollte Fotos von seinen Radtouren online stellen. Ein Modelleisenbahner kann sich in entsprechenden Foren nach Tipps und Tricks erkundigen – oder welche geben. Wer eine Online Reputation aufbaut, sollte überlegen, wie er sich im Internet definieren möchte. Gibt es nur den Geschäftsmann oder gibt es auch den Familienvater oder Hobbybastler? Wer sich ehrlich und offen im Internet präsentiert wird durch Vertrauen belohnt.

Fazit: Das Interview mit Klaus Eck vermittelt einige Basics zum Thema Online-Reputation und ist aus diesem Grund durchaus lesenswert. Die These, Privates sollte aus der Online-Reputation herausgehalten werden ist allerdings nicht angebracht. Viel eher sollte man Privates an zweiter Stelle fördern. Ein oberflächlicher Scan bei Google bringt berufliche Qualifikationen zutage – wer sich die Mühe macht, in Sozialen Netzwerken zu recherchieren sollte mit ausgewählten privaten Inhalten belohnt werden.