“What’s the buzz?”, zu deutsch etwa “Was läuft gerade?” – diese Frage war wahrscheinlich der Name für Googles neuen Service Google Buzz. Und im Moment läuft vor allem eins: Google Buzz selbst. Auf Twitter, in Blogs, Technik-Seiten und auch bei der FAZ: Google Buzz ist ein Topthema. Kein Wunder, denn mit Buzz hat Google beschlossen, Facebook Konkurrenz zu machen. Und das auch noch bis gestern Abend geheim gehalten. Online-Ich zeigt, wie Google die Nachricht auf alle Kanäle brachte – und die Aussichten von Google Buzz. Read the rest of this entry →
Das Unternehmen Forrester Research, welches sich auf Marktforschung spezialisiert hat veröffentlichte diesen Montag eine Liste mit Voraussagen über die Zukunft des Social Media Marketings. Die Hauptaussage: Es wird ernst. Read the rest of this entry →
Die Bedeutung des Marketings über soziale Netzwerke im Internet steigt. Egal ob Ikea, Dell oder sonstige Unternehmen. Durch die Vermarktung über soziale Netzwerke spart ein Unternehmen viel Geld und investiert in der Regel kaum mehr, als die Arbeitszeit der Angestellten. Diese Bedeutung scheint auch der RCA Label Group, dem Label von Alicia Keys klar zu sein.
Das Soziale Netzwerk Facebook ist in letzter Zeit des öfteren in den Medien gewesen – zuletzt wurden Spekulationen laut, dass es möglicherweise den Konkurrenten MySpace schlucken könnte. Denn während Facebook in den letzten Jahren immer weiter gewachsen ist, hat MySpace den Boden unter den Füßen verloren: Mitgliederschwund und Einnahmenverluste sind dabei nur als zwei Aspekte zu nennen. Wie es sich anfühlt, Marktanteile an Facebook zu verlieren, davon kann auch der Konkurrent StudiVZ ein Liedchen singen, den Facebook mittlerweile anscheinend überholen konnte.
Bald könnte ein weiterer Konkurrent die Macht von Facebook zu spüren können: Xing. Ebenso wie sein amerikanisches Pendant LinkedIn handelt es sich bei Xing um ein Soziales Netzwerk, dass vor allem auf Businesskontakte und Jobsuche ausgerichtet ist. Bei Facebook ist dieser Bereich bisher noch nicht besonders stark besetzt. Das könnte sich bald ändern. Wie Bild Online berichtete, hat die deutsche Jobbörse JobStairs eine Fanpage auf Facebook eingerichtet, über die sich unter anderem Bewerber und Personaler austauschen können.
Auf der Pinnwand veröffentlichen Personaler der JobStairs Partnerunternehmen regelmäßig Beiträge zu den Themen „Jobsuche“ und „Karriere“ und beantworten Fragen. „Fans“ erhalten hier Karrieretipps aus erster Hand, können eigene Kommentare abgeben und mit anderen Bewerbern in Kontakt treten. In Kürze kommen weitere Funktionen hinzu, die besonders dem typischen sozialen Nutzungscharakter von Facebook entsprechen. Beispielsweise zeigen Stellenausschreibungen den Usern dann automatisch an, wenn Freunde aus ihren Profilen bereits in diesem Unternehmen arbeiten. Derzeit werden mehr als 10.000 Jobs und Praktika auf der Seite angeboten.
Damit dringt Facebook in einen bisher wenig erschlossenen Markt vor. Dieser Schritt ist nur logisch, denn die Bedeutung von Online-Jobbörsen wächst kontinuierlich (auch Thema dieses Artikel von Heise) und Facebook hat mit über 300 Millionen Mitgliedern durchaus das Potential zum Vermittler Nummer Eins zu werden.
Jobstairs bei Facebook
Natürlich ist Xing im Moment eher durch den Konkurrenten LinkedIn in Bedrängnis, der laut Aussage des Gründers, Konstantin Guericke, jeden Monat “um ein Xing wächst”. Da hilft es, wenn man Sonderfeatures einbaut, wie z.B. für Headhunter:
Für “Headhunter” bietet Xing neuerdings eine spezielle Mitgliedschaft an, die ihnen die Arbeit mittels besonderer Features erleichtern soll. Speziell für die Personalsuche optimierte Search-Filter, wie “Karriere-Level”, “Berufserfahrung”, “Firmengröße” und “Branche”, sollen die Eingrenzung der Übersichten auf die gewünschte Anzahl der bestgeeigneten Profile ermöglichen.
Fazit: Xing und LinkedIn werden sich warm anziehen müssen, wenn sich Facebook dazu entscheidet, im Online-Stellenmarkt mitzumischen. Die Fanpage von JobStairs mag nur ein kleiner Schritt sein – aber ein Schritt, von dessen Erfolg oder Misserfolg viel abhängen kann.
Innerhalb von zwei Tagen haben sich sowohl Google als auch Facebook dazu entschieden, etwas mehr Offenheit mit den Daten ihrer Nutzer zu wagen.
So launchte Google gestern das sog. Google Dashboard, in dem übersichtlich dargestellt wird, welche Daten über den Nutzer bei Google vorhanden sind.
In Google-üblicher Manier wird das neue Feature in einem kindgerechten Video präsentiert:
Während das Medienecho zu dieser Aktion gewaltig war (so titelte z.B. die Welt Kompakt heute direkt auf der ersten Seite “Google verrät, was es über seine Kunden weiß”), ist die Beurteilung des Services an sich eher zwei geteilt. Während sich der eine freut, einmal zu sehen, was Google über ihn weiß, ist der andere davon überzeugt, dass bei weitem nicht alle Daten freigegeben wurden. Und wenn man sich das Dashboard einmal näher ansieht, ist das auch durchaus korrekt – der neue Service bietet zwar eine hübsch gemachte Übersicht zu einigen Nutzerdaten, aber von einem vollständigen Bild, was Google über den Nutzer weiß, ist er weit entfernt.
Dennoch: Google zeigt mit diesem Schritt, dass es bereit ist, auf Datenschutzbedenken einzugehen. Und beweist damit einmal mehr, dass es ein Meister der Kommunikation ist. Denn auch wenn dem Dashboard einige Funktionen fehlen ist das Echo in der Gesamtheit positiv. Hier zeigt sich, dass Google (im Gegensatz zu einigen anderen Unternehmen) durchaus in der Lage ist, Kritik anzunehmen – und in angemessener Zeit und mit den richtigen Schritten darauf zu reagieren.
Facebook stellt Regeln zur Diskussion
Auch Facebook übt sich in Sachen Transparenz beim Nutzer: So haben die User des größten Online-Netzwerks weltweit die Möglichkeit, die neuen Richtlinien von Facebook zu kommentieren – eine Berücksichtigung der Wünsche und Vorschläge wird versprochen.
Eigentlich ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Doch die Resonanz ist bisher nach Medienberichten eher verhalten. Auf dem Weg zum Meister Google hat Facebook anscheinend noch ein paar Lektionen zu lernen. Aber man braucht kaum daran zu zweifeln, dass es genau das tun wird.
Fazit: Sowohl Google als auch Facebook zeigen, dass Sie Kritik ernstnehmen. Damit verdeutlichen sie, dass nur eine ausgewogene Kommunikation und entsprechende Maßnahmen nachhaltig dafür sorgen können, den Nutzer zu halten. Ein Signal, das einigen Unternehmen zu denken geben sollte.