Jeder zweite Personaler checkt online

Oktober 19, 2011 in Bewerbung, Reputation Management, Social Media

Jeder zweite Personalverantwortliche informiert sich über Bewerber im Internet (52 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris in Hamburg hervor. Im Vergleich zum Vorjahr dient das Netz damit in diesem Jahr noch häufiger als Informationsquelle: 2010 waren es 49 Prozent. Im Auftrag des Branchenverbands Bitkom wurden 1500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche in Unternehmen befragt.

Quelle: Heise.de
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Lebenslauf bald überflüssig?

November 30, 2009 in Bewerbung, Personensuche

Mit einer gewagten Behauptung lehnt sich die Personensuchmaschine Yasni in ihrem Blog weit aus dem Fenster. In einem Beitrag vom 25. November wird dort angekündigt, das Ende des Lebenslaufes sei gekommen. Zwar noch nicht sofort, aber innerhalb einer Frist von zehn Jahren.

Wir glauben daher, dass den Lebenslauf bald dasselbe Schicksal wie die schriftliche Bewerbung ereilen wird. Denn mit Web-Informationen über die eigene Person halten die meisten Menschen nicht gerade hinterm Berg. „Wer eine Person im Internet sucht, findet bereits jetzt mehr als ein Kandidat in eine Bewerbungsmappe packen kann. Und das wird sich in Zukunft noch verstärken“, erklärt Steffen Rühl [Geschäftsführer Yasni.de].

Quelle: Yasni Blog

Natürlich wäre eine solche Entwicklung gerade für Yasni wünschenswert. Aber ist wirklich etwas dran an dieser Prognose?
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Personaler müssen sich im Social Web verbessern

November 27, 2009 in Bewerbung, Social Web

Das Beratungsunternehmen IFOK hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie mehr als 800 Personalexperten in Deutschland zu ihren Aktivitäten im Social Web befragt.

Personaler nutzen Facebook, Twitter und Co kaum für ihre Arbeit. Zwar ist sich die Mehrheit von ihnen einig, dass Social Media zunehmend wichtiger wird, doch die Wenigsten sind auf die neue Form der Kommunikation vorbereitet. Eine klare Strategie zum Umgang mit dem Sozialen Netz fehlt meist völlig.

Quelle: IFOK

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Verlässliche Zahlen zur Online-Recherche

Oktober 10, 2009 in Bewerbung, Reputation Management

Wer sich zum Thema Reputationsmangement bzw. Online Reputation im Internet informiert, wird zum Teil durch eine Vielzahl verschiedener Studien und Zahlen verblüfft. Das Ergebnis der einen Studie kann von der nächsten widerlegt werden. Manchmal liegt der Grund dafür auf der Hand, Unternehmen, die mit der Studie ihre Dienstleistung fördern möchten, sind nur ein Beispiel. Viele Studien sind auch schlicht und einfach durch Anzahl der Befragten oder andere Qualitätsmerkmale, die nicht eingehalten werden, nicht repräsentativ. Und wieder andere Portale verbreiten Zahlen, die von amerikanischen Studien stammen, ohne dies eindeutig zu kennzeichnen.

Glücklicherweise gibt es auch unabhängige Stellen, die Studien durchführen. Zum Beispiel das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Dieses hat nämlich vor nicht allzu langer Zeit eine Umfrage mit dem Titel Umfrage zu Haltung und Ausmaß der Internetnutzung von Unternehmen zur Vorauswahl bei Personalentscheidungen. Hinter diesem etwas sperrigen Titel verbirgt sich eine Reihe interessanter Informationen:

Zusammenfassung der Umfrageergebnisse:

  • Über ein Viertel der befragten Unternehmen nutzen das Internet für Personalentscheidungen (28 Prozent).
  • Immerhin 36 % informieren sich auch über soziale Netzwerke (20 Prozent gelegentlich oder regelmäßig, 16 Prozent selten). Fast zwei Drittel beschränken sich auf allgemein zugängliche Informationen.
  • Großunternehmen recherchieren bei der Personalauswahl mehr im Internet als kleinere Unternehmen (über 1000 Mitarbeiter 46 Prozent, unter 100 Mitarbeiter 21 Prozent).

Von den Unternehmen, die zur Personalauswahl im Internet recherchieren:

  • Fast 80 Prozent der Unternehmen nutzen das Internet bereits vor der Einladung zum Vorstellungsgespräch.
  • Bei einem Viertel der Unternehmen kommt es vor, dass Bewerber wegen Informationen aus dem Internet nicht eingestellt werden. Für 56 Prozent kann jemand aber auch genau wegen der Informationen aus dem Internet interessanter werden.
  • Ablehnend bewerten potentielle Arbeitgeber negative Aussagen über die Arbeit oder das Arbeitsumfeld (76 Prozent). Ebenfalls negativ ist es, wenn private Inhalte auf den Internetseiten von den Aussagen in der Bewerbung abweichen (49 Prozent) (Glaubwürdigkeit). Positiv sind für fast zwei Drittel der Internet nutzenden Unternehmen Hobbies und soziales Engagement. Auch sehr private Bilder, (etwa „Partybilder“) sind für fast die Hälfte der Unternehmen negativ, 43 Prozent bewerten dies neutral.

Auch wenn “nur” 500 Unternehmen befragt wurden, sind die Ergebnisse wahrscheinlich recht präzise – und vor Allem nicht durch Eigeninteresse geprägt.

Die Ergebnisse der Studie sind im Einzelnen nicht verblüffend, denn sie bestätigen einen Trend, der seit einiger Zeit immer deutlicher zutage tritt. Einzelne Aspekte allerdings sind sehr aussagekräftig. Zum Beispiel die hohe Zahl an Firmen, die Bewerber gerade wegen im Internet gefundenen Informationen zu einem Bewerbungsgespräch einladen. Dies zeigt deutlich, wie wichtig Online Reputation Management heute ist.

Auch die Aufschlüsselung der Unternehmen in Groß- und Kleinunternehmen ist sinnvoll – und auch wenn die Zahlen für Kleinunternehmen im Moment noch vergleichsweise niedrig sind, ist durch die großen Unternehmen ein Trend erkennbar, der sicherlich über kurz oder lang auch im Mittelstand ankommen wird.

Hier können Sie die gesamte Studie zum Thema Online-Recherche durch Unternehmen abrufen.

Jobs bei Twitter

Oktober 5, 2009 in Bewerbung

In der Zeit wurde ein interessanter Beitrag veröffentlicht, der die Jobsuche via Twitter beleuchtet. Während Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nach wie vor mit Methoden aus dem 20. Jahrhundert suchen (Zeitungsannonce, lokale Stellenausschreibungen), die Felle schwimmen gehen, können Unternehmen, die sich im Web 2.0 präsentieren garnicht schnell genug mit dem technischen Fortschritt mithalen.

Natürlich ist die Ausschreibung an sich in Rahmen von Twitter nicht möglich, eine kurze Aufforderung sich zu bewerben und ein Link auf das Jobangebot allerdings sehr wohl. Und ein Großteil der deutschen Top-Unternehmen hat ohnehin einen Twitter-Account über den ein Teil der Untenehmenskommunkation läuft – und der direkt die richtigen Bewerber anspricht.

Während diese Form des Online-Recruitings in Deutschland noch sehr unbekannt ist, wird in den USA bereits häufig Twitter für Stellenausschreibungen genutzt, wie aus dem Artikel hervorgeht:

Bei einer Befragung auf der Internetseite www.jobvite.com gaben 95 Prozent der Firmen an, Online-Netzwerke für ihre Personalsuche zu nutzen, fast die Hälfte der Firmen suchte auch über Twitter nach einem geeigneten Kandidaten. 70 Prozent erklärten, dass ihre Suche erfolgreich war.

Quelle: Die Zeit

Kein Wunder, denn diese einfache Form der Ausschreibung ermöglicht es einer Firma, ohne zeit- und kostenaufwändigen Auswahlprozess nur Bewerber mit gewissen Kritierien zu erreichen: jung, kommunikativ, interneterfahren, offen.

Dass das Ganze auch andersherum funktioniert wird in dem Artikel ebenfalls dargestellt:

Die Geschichte von Sabrina Panknin wird gern erzählt, wenn es um eine in der Bloggerszene heiße Frage geht: Eignet sich der Microblogdienst Twitter für die Jobsuche? Können Firmen so ihren Nachwuchs rekrutieren? Sabrina Panknin suchte im Frühjahr eine Stelle im Bereich PR. Um möglichst viele Unternehmen mit ihrer Bewerbung zu erreichen, postete sie ihre Anzeige auch bei Twitter.

Gleichzeitig wurde sie “Follower” ihrer potenziellen Arbeitgeber. Als angemeldete Benutzerin konnte sie so die Nachrichten anderer Autoren abonnieren. Diese Nachrichten nennen sich Tweets, und sie sind so lang wie eine SMS – 140 Zeichen. Follower können die Tweets ihrer Autoren regelmäßig auf ihrer eigenen Twitter-Seite im Internet lesen.

Panknin hatte ihr Glück versucht und getwittert: “Suche Job im Bereich Kommunikation und PR”. Keine drei Monate vergingen, bis sie einen Vertrag unterschrieben hatte.

Quelle: Die Zeit

Allerdings wurde Panknin von einer Social Media-Firma eingestellt – in einer anderen Branche lägen die Chancen ungleich niedriger.

Fazit: Twitter als Arbeitsplatzbörse wird kommen – die Vorteile liegen auf der Hand und die Kosten sind niedrig. Die Firma erreicht direkt den Wunschkandidaten und zeigt sich offen und modern. Einige Branchen werden diesen Schritt sicherlich nicht (oder nur sehr spät) mitgehen, aber davon aus zu gehen, dass nur Online-Firmen oder Werbeagenturen den Service zum Online-Recruiting nutzen, wäre falsch. Ob es sich langfristig als Möglichkeit zur privaten Stellensuche etablieren kann, darf allerdings bezweifelt werden.