Google Drive: Das fehlende Puzzlestück

Als heute die Nachricht über den Start von Google Drive auf Twitter und natürlich Google+ rasch Verbreitung fand, habe ich mich gewundert. Dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis es endlich erscheinen würde, war mittlerweile ja klar geworden. Aber ich hatte eigentlich mit einem typischen „Google-Bang“ gerechnet, z.b. 1 TB freien Speicherplatz analog zu der GMail-Einführung mit 1 GB Speicher vor mittlerweile 7 Jahren. Ich kam mir vor wie ein Kind, das keine Weihnachtsgeschenke unter dem Christbaum findet.

Microsoft SkyDrive

Der wahre Konkurrent: Microsoft SkyDrive

Dieses Gefühl ist mit der Nutzung von Google Drive schnell vergangen. Der Service ist das lange fehlende Glied in der Kette zwischen den Online-Services von Google und meiner gewohnten, lokalen Arbeitsumgebung, ebenso wie auf mobilen Endgeräten. Der wichtigste Vorteil gegenüber Dropbox ist natürlich die Integration in Google Docs (das in Google Drive aufgeht), Google Mail, etc etc. Damit wird auch die Stoßrichtung deutlich: Das wahre Ziel von Google Drive ist eben nicht ein reiner Speicher-Anbieter wie Dropbox, sondern Microsofts SkyDrive, das ebenfalls einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt.

Fazit: Microsoft muss sich warm anziehen

Somit ist Google Drive letztlich das Eingeständnis der Fehleinschätzung von 2007. Denn mit der Einführung von Google Docs ist das Bedürfnis, Dateien zu teilen und lokal zu arbeiten keineswegs verschwunden. Auch wenn sich die Office-Lösung von Google gerade bei einer jungen Zielgruppe großer Beliebtheit erfreut, fristet sie in Firmen noch ein Nischendasein. Das liegt nicht zuletzt an der reinen Online-Verfügbarkeit. Mit Drive kann Google nun aber endlich nach Lust und Laune im Revier von Microsoft wildern. Das ist die wahre Stärke von Google Drive.

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jr
Auf meinem Zeugnis steht Mediengestalter – Texter, Internet-Enthusiast und Weltenbummler hat wohl keinen Platz mehr gefunden. Ich habe mich sowohl beruflich als auch in meiner Freizeit dem Medienkonsum verschrieben und bin damit bisher ganz gut gefahren. Weitere Steckenpferde sind Politik und gutes Essen :)

2 Antworten zu “Google Drive: Das fehlende Puzzlestück”

  1. Thorsten

    Okt 01. 2013

    Hallo jr,

    ich habe zufällig Deinen Artikel über Google Drive gefunden. Ich habe ein Problem zu dem die Hilfe nichts hergibt. Ich habe meine Musiksammlung im .ogg Format hochgeladen. Im Google Drive Ordner ist alles paletti, auf dem Webserver habe ich nur leere Ordner. Wie kann das sein? Wäre nett, wenn Du Rat weisst.

  2. jr

    jr

    Okt 04. 2013

    Hallo Thorsten,

    hat sich das Problem lösen lassen? Mir sind keine Probleme mit .ogg-Dateien bekannt. Manchmal hängt sich Drive auch einfach auf, da hilft ein Neustart.

    JR

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