Online Reputation Management – Teil 4: Präsentation im Internet

Nun kommt der wohl wichtigste Bereich des Online Reputation Managements. Daten im Internet zu löschen ist ein Ansatz, den man punktuell betreiben kann und sollte. Wichtiger ist aber, wie man sich selbst im Internet präsentiert.

Glücklicherweise ist das gar nicht so schwierig. Die meisten Angebote sind kostenlos und einfach zu handhaben.

Checkliste Präsentation im Internet

 

  • Soziale Netzwerke

Der erste Schritt zur erfolgreichen Selbstdarstellung ist die Anmeldung in diversen Sozialen Netzwerken. Dabei sollte man allerdings nicht planlos vorgehen, denn jedes Netzwerk spricht einen bestimmten Nutzerkreis an. Während Xing primär für Businesskontakte ausgelegt ist, richten sich MySpace und auch StudiVZ an eine jugendliche Gemeinde.
Suchen Sie sich daher das passende Netzwerk aus, in dem Sie sich präsentieren. Es ist kein Fehler, sich in mehreren Netzwerken anzumelden – ganz im Gegenteil, um die oberen Treffer von Google zu beeinflussen ist das sogar unumgänglich. Aber es sollten die passenden Netzwerke sein.

  • www.meinname.de

Unter Umständen macht es Sinn, sich den eigenen Namen als Domain zu sichern – sofern der Name noch verfügbar ist. Die Verfügarbarkeit von Domainnamen lässt sich beispielsweise hier überprüfen.
Selbst wenn Sie die Domain nicht nutzen möchten, um dort eine eigene Homepage oder ein Blog einzurichten, ist der Name einer Domain für die Positionierung bei Google sehr wichtig. Es kann also Sinn machen, die Domain www.meinname.de auf ein Profil – z.B. bei Xing – weiter zu leiten.

  • Das eigene Blog

Ein eigenes Blog kann sehr sinnvoll sein. Insbesondere für Selbstständige bietet es eine gute Plattform, um sich zu präsentieren. Dennoch ist hier Vorsicht angebracht: Manager-Blogs zum Beispiel stoßen bei der überwältigenden Mehrheit von Personalberatern auf Ablehnung.
Überlegen Sie sich, ob ein Blog für Sie sinnvoll ist. Insbesondere sollten Sie sich fragen, womit Sie ein Blog füllen würden – können Sie interessante Gedanken zu beruflichen Themen online stellen oder müssen Sie auf privates zurückgreifen, um das Blog am Leben zu halten? Trifft letzteres zu, sollten Sie sich gegen diese Option entscheiden.

  • Fachpublikationen

Fachpublikationen sind ein zeitintensiver, aber besonders Reputationsförderlicher Weg, sich selbst im Internet zu präsentieren. Es gibt keinen besseren Weg, um unter Beweis zu stellen, dass man etwas von seinem Spezialgebiet versteht.
Auch hier gilt: Erst einmal zwischen den unterschiedlichen Anbietern auswählen, und sorgfältig vergleichen, welcher Anbieter welches Klientel anspricht – und wie seriös die Anbieter sind. Natürlich kann man nicht mit dem Science Magazine einsteigen, aber das heißt ja nicht, dass man den erstbesten Anbieter wählen muss.

  • Fotos

Sich im Internet optimal zu präsentieren heißt nicht, dort nur berufliches einzustellen. Ganz im Gegenteil, besonders Geschäftspartner sind an privaten Dingen interessiert. Wer eine Person googlet möchte wissen, ob diese Person ein Familienmensch ist, wo sie ihren Urlaub verbringt, ob es Haustiere gibt – all die Dinge eben, die sich normalerweise im Small Talk ergeben.
Enttäuschen Sie Ihre Geschäftspartner nicht. Geben Sie über Fotoalben Auskunft, wie Sie Ihre Freizeit verbringen. Sie können diese Fotos bei den entsprechenden Netzwerken (nicht bei Ihrem Businessprofil) oder bei Fotodiensten wie Flickr hochladen.

Diese simplen Maßnahmen bringen enorm viel: Plötzlich tauchen bei Google keine unzusammenhängenden Ergebnisse mehr auf, sondern ein Image, das dem Suchenden einen schnellen Überblick ermöglicht – und einen positiven Ersteindruck vermittelt. Es ensteht eine sogenannte Human Brand. Wichtig ist nun, diese Marke zu pflegen und regelmäßig zu überprüfen.

Fazit

Mit ein wenig Anstrengung lässt sich das digitale Abbild, welches man im Internet zwingenderweise von sich hinterlässt, in eine sehr positive Richtung lenken. Allerdings ist Vorsicht angebracht, denn wer unüberlegt handelt, verschlimmert die Lage, anstatt sie zu verbessern. Daher gibt es mittlerweile einige Agenturen, die sich auf den Bereich Online Reputation Management und Human Brand spezialisiert haben, wer sicher gehen will, sollte sich beraten lassen.

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jr
Auf meinem Zeugnis steht Mediengestalter – Texter, Internet-Enthusiast und Weltenbummler hat wohl keinen Platz mehr gefunden. Ich habe mich sowohl beruflich als auch in meiner Freizeit dem Medienkonsum verschrieben und bin damit bisher ganz gut gefahren. Weitere Steckenpferde sind Politik und gutes Essen :)

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